Die Woodies
Naturfreunde Holzgerlingen/Altdorf

Berichte

Die „Woodies“ -  2015 

Seit weit über einem Jahr gibt es die „Woodies“ der Naturfreunde OG Holzgerlingen/Altdorf nun schon. „Woodies“, abgeleitet von dem englischen Wort für Wald, bedeutet so viel wie „Waldler“. Dieser Name beschreibt perfekt, wo wir uns meistens aufhalten – im Wald. Geleitet werden die Woodies von meinem Mann Roland Obermeier und mir, Reni Sieblitz-Obermeier. Zu Beginn waren so viele Kinder an den Woodies interessiert, dass wir zwei Gruppen gründen mussten, aus denen sich mittlerweile eine feste Truppe von 7 bis 12 Kindern herauskristallisiert hat. Ganz besonders freut es uns, dass Flüchtlingskinder aus Afghanistan und dem Iran zu uns gefunden haben. 

2014 – wir lernen uns kennen

Weder die Ortsgruppe, noch die Kinder oder mein Mann Roland und ich wussten zum Start im Februar 2014, ob wir uns verstehen und die Idee einer Naturfreunde-Kindergruppe Früchte tragen würde. Seitdem finden unsere Treffen monatlich im Naturfreundehaus Holzgerlingen statt – sofern es das Wetter zulässt natürlich mit einem Abstecher in den Wald. Unser erstes gemeinsames Jahr war aufregend und vom einander Kennenlernen und Ausprobieren geprägt. 

Bei den Treffen entwickelten wir beispielsweise eigene Spiele, bepflanzten eine Kräuterspirale, stellten Kräutersalze und Kräuterbutter her, organisierten ein Sommerfest mit den Eltern oder veranstalteten eine Waldolympiade. Die Umweltdetektivthemen (Wald, Wiese, Wasser, etc.) nahmen dabei selbstverständlich einen ganz großen Raum ein. Selbst eine Benefizveranstaltung zu Gunsten von Kindern in Afrika wurde von den „Woodies“ und der OG Holzgerlingen/Altdorf durchgeführt. 

2015 – Aufbruch und Festigung der Gruppe

                                           Zu Beginn des Jahres wurden allerlei Ideen gesammelt, aus denen sich die Kinder ein Hauptthema für das Jahr auswählten. In drei Wahldurchgängen entschieden sich die Woodies für das Thema „Gesundes Essen“. Von Massentierhaltung über Gentechnik bis hin zu Kräuterkunden werden wir uns nun über das Jahr verteilt mit diesem Thema und allem was damit zusammen hängt beschäftigt. 

Doch auch fernab des Hauptthemas gibt es bei den Woodies viel zu lernen und zu erleben. Egal ob es Kerzen verzieren oder LandArt ist, die Kinder haben immer Spaß bei unseren kreativen Nachmittagen. Exkursionen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wir erkunden gemeinsam verschiedene Lebensräume wie „Streuobstwiesen“ oder „Wasser“. 

Ein frische Idee ist das Geocaching, eine Art moderne Schatzsuche mit Hilfe eines GPS-Gerätes. Die Kinder sind begeistert und selbst wenn wir den „Schatz“ einmal nicht finden, trübt das ihre Freude in keinster Weise. An dieser Stelle danken wir Aafke van den Berg, die uns auf die Idee des Geocachings brachte hat und uns dabei auch tatkräftig unterstützte.

Geplante Aktivitäten für dieses Jahr sind ein Indianercamp auf dem Gelände der Naturfreunde Holzgerlingen/Altdorf, ein Familienwochenende in Oberstdorf im Freibergsee Haus, ein Herbstcamp auf der Rohrauer Hütte und vieles mehr. 

2016 – Zukunft 

Wo wollen wir hin? Was wollen die Kinder? Was wird, wenn unsere Kinder zu Teeangern heranwachsen? Das sind nur einige der Fragen, die sich nicht nur unsere Gruppe stellt. Eins ist aber klar, es geht weiter mit den „Woodies“ und einige von ihnen werden bei der Kinderkonferenz 2015 und beim Kindergipfel 2016 dabei sein, mitdiskutieren und Projekte erarbeiten, die die Zukunft einläuten. 

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, wie unglaublich schön es ist, von einer solch tollen Ortsgruppe wie Holzgerlingen/Altdorf unterstützt zu werden. Vielen Dank dafür – auch im Namen der Kinder. 

Eure Reni und euer Roland
Jugendleiter „Woodies“


Treffen vom 07. März 2015



Auch heute hatten wir wieder Glück mit dem Wetter. Samenbomben muss man draußen machen, da es schon ein wenig Schmutz gibt.
Die großen Jungs gingen an den Bach um Lehm zu holen; den braucht man dringend für die Samenbomben!
Alle waren sehr fleißig und so kamen viele Samenbomben zustande. Diese müssen nun, bevor sie "ausgeworfen" werden können, noch ca. 2-3 Tage trocknen.
  
Hier unser Rezept (für ca. 6 Samenbomben) falls ihr es nachmachen wollt:
ca. 5 Eßlöffel Erde (bitte Torffrei, der Umwelt zuliebe)
ca. 4 Eßlöffel Tonerde oder Lehm
etwas Wasser
1 Teelöffel Samen (wir haben eine Bienenmischung genommen, auch der Umwelt zu liebe)
die Erde nun in eine Schüssel und das Tonpulver, bzw. den Lehm hinzufügen
Nun die Samen dazugeben udn nach und nach etwas Wasser dazugießen, dabei immer alles gut vermischen bis man einen glatten Teig hat; es sollte nicht zu trocken, aber auch nicht zu nass sein.
Nun formt man die Kugeln, legt sie auf eine saugfähige Unterlage und lässt sie trockenen.

Nach dieser Aktion waren alle hungrig und durstig.
Nach der Pause ging es ab in unser Wäldchen. Wir teilten uns in drei verschiedene Gruppen auf und jede Gruppe "unter" ein Waldstück nach Tierspuren. 
Wir trafen uns am Wege wieder und nun gingen wir die 3 Waldstücke ab udn jede Gruppe präsentierte ihre "Funde". 
Von Fraßspuren der Eichhörnchen, über Wühlplätze der Wildschweine war alles vorhanden.
Entsetzt hat uns alle der Müll, den wir überall fanden. Sogar Eißenstangen, die wir natürlich mitnahmen um sie rechtmäßig zu entsorgen.

Am Ende waren sich alle Kinder einig: wir wollen längere "Woodies- Zeiten"!! Es macht einfach nur Spaß!

 
Treffen vom 07. Februar 2015


Was für ein wunderschöner Wintertag; blauer Himmel, leicht schneebedeckte Wiesen und Felder. Aber bitterkalt. Vor allem der eisige Wind machte uns zu schaffen.
Die Kinder entschieden erst mal in der warmen Hütte zu bleiben und an ihren Kerzen zu arbeiten. Mit kreativem Eifer gingen sie ans Werk und je länger sie bei der Sache waren, desto mehr fiel ihnen ein. Neue Methoden wurden ausprobiert und endeten in wunderschön verzierten Kerzen.Sie inspierierten und halfen sich gegenseitig - schön so ein soziales Miteinander zu beobachten.

Danach ging es nach draußen. Ein wenig toben, spielen, Spaß haben. Die Schneeballschlacht musste leider vertagt werden, da der Schnee sich nicht wikrlich zu einer Kugel formen ließ, er brach einfach nur auseinander.
An Spuren entdeckten wir Hunde- und Pferdespuren. In den Wald wollten die Kinder nicht, so das wir die Spurensuche auf März vertagt haben, in der Hoffnung dass der Boden dann auch nicht so gefroren ist und Spuren somit besser erkennbar sind.

Verfroren kamen wir zurück in die warme Hütte - so ein Kachelofen ist einfach kuschlig und im Winter genau die richtige Wärme.
Wir vesperten und unterhielten uns - es war richtig schön, harmonisch und heimelig.

Danach war Freispiel. Einige versammelten sich in der Erbsisch- Schule um gemeinsam "erbsisch" zu erlernen; andere saßen beinander und spielten Mühle, "Mensch Ärgere dich nicht" und Uno.
So ging ein schöner Woodie Tag zu Ende und alle freuen sich schon auf das nächste Mal.